Am 1. Dezember trafen sich Vertreter/innen der Mitglieder der „Initiative Studienstandort Deutschland“ (ISD) in Berlin in den Räumen des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa). Die ISD ist ein Zusammenschluss und Dialog-Forum verschiedener Organisationen und Institutionen, die im Bereich der klinischen Forschung aktiv sind. Ihr Ziel ist es, Deutschland als Studienstandort attraktiver zu machen und so mehr Studien in Deutschland durchzuführen. Zu ihren Mitgliedern zählen Verbände (u.a. Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. – BPI | Bundesverband des nichtärztlichen Studienpersonals in der Klinischen Forschung e.V. – BUVEBA | Bundesverband Medizinischer Auftragsinstitute e.V. – BVMA | Bundesverband Medizintechnologie e.V. – BVMed | vfa), Fachgesellschaften und Vertreter der Universitätsmedizin (u.a. Deutsche Hochschulmedizin – DHM | DGCH, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Med. Onkologie e.V. – DGHO | DGPharMed | Fraunhofergesellschaft | Koordinierungszentren für Klinische Studien – KKS-Netzwerk | Leibniz Gemeinschaft | Netzwerk Universitätsmedizin – NUM, der Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen (AKEK) und Patientenvertreter (u.a. yeswecan!cer).
Zwei Jahre nach Gründung der ISD konnte ein positives Resümee gezogen werden. Die ISD hat sich zu zentralen Themen und Brennpunkten der klinischen Forschungslandschaft in Deutschland zu Wort gemeldet und auf zielführende Korrekturen hingewirkt. Unter Federführung des vfa wurde ein Studienstandort-Barometer entwickelt, dass kontinuierlich die Stimmung der Akteure klinischer Studien in Deutschland widerspiegelt und zeitnahe Korrekturinitiativen ermöglicht; mehr dazu erfahren Sie in den zwei nachfolgenden Beiträgen dieses Newsletters.
Im Rahmen des „Pharmadialogs“ der Bundesregierung hat die ISD Defizite und Handlungsbedarf identifiziert und setzt sich für weitere Verbesserungen für den Studienstandort Deutschland ein.
- Für das „Wissenschaftsjahr 2026“ plant die ISD Beiträge, die die Sichtbarkeit und Bedeutung klinischer Forschung in und für Deutschland einem breiten Publikum verständlich machen wird.
- So wird sich die ISD an der Kampagne „Studien wirken“ der Funke-Mediengruppe beteiligen, gleichzeitig aber darauf achten, sich nicht von kommerziellen Interessen vereinnahmen zu lassen.
- Auch wird sich die ISD aktiv an der Weiterentwicklung des Studienportals der European Medicines Agency (EMA) beteiligen und konstruktive Vorschläge für eine patientenorientierte Verbesserung einbringen.
- Während des Treffens in Berlin wurde die Draft-Version der geplanten ISD-Homepage vorgestellt. Sie soll Anfang 2026 freigeschaltet werden und die Sichtbarkeit der Initiative erhöhen.
- In einem weiteren Schritt ist die Präsenz auf LinkedIn vorgesehen.
- In offener, ergebnisorientierter Diskussion aller Beteiligten und mit ausdrücklicher Unterstützung durch den Vertreter des „Arbeitskreises Medizinischer Ethik-Kommissionen“ (AKEK) konnte in Berlin ein Kompromiss für die Entwicklung des Studienkoordinator-Curriculums gefunden werden. Somit können Vertreter der KKS und des BUVEBA die dringend benötigten Leitlinien zur Qualifizierung von Studienkoordinatoren zeitnah fertigstellen und dem AKEK zur Verfügung stellen.
Abschließend zeigten sich alle Anwesenden mit den erzielten Fortschritten sehr zufrieden und betonten die Bedeutung der ISD für die Stärkung des Studienstandorts Deutschland. Dem vfa wurde für die großzügige Gastfreundschaft gedankt.
